Persönliches

Aus persönlicher Sicht

Curriculum Vitae


 

 

Wie ein roter Faden zieht sich die deutsch-russische Verbundenheit durch mein Leben und das Leben meiner Familie. Es begann mit meiner Großmutter, die als junge Frau im zweiten Weltkrieg Deutschland als Kriegsgegner erlebte und zugleich den einzelnen deutschen Soldaten als Lebensretter. Ein junger deutscher Soldat schenkte ihr sein Fahrrad. Sie konnte damit aus deutscher Gefangenschaft fliehen und so der Hinrichtung entgehen. Der junge Deutsche wurde für mich zum Symbol des Guten, zum Symbol der Dankbarkeit. Eines Tages traf ich zufällig eine Deutsche, Maria, bei einer beruflichen Fortbildung in Wien, welche mir eine ähnliche Geschichte, nun aber von einem russischen Soldaten berichtete. Dieser hatte ihre Großmutter mit seinem Körper vor einer Bombe beschützt. Der russische Soldat wurde getötet, das neu entstehende Leben aber rettete er durch seine Selbstopferung.

Ich selbst bin aufgewachsen in einer sowjetisch-multikulturellen Umgebung, zusammen mit Russlanddeutschen in Zentralasien. Meine Eltern gaben mir einen für Russland recht ungewöhnlichen und für Deutschland eher typischen Vornamen: Janina. In der Musikschule war bei den Fingerübungen auf dem Klavier Bach mein Lieblingskomponist. Schon als Kind war ich mir irgendwie sicher, dass mein Sohn Sebastian heißen wird.

Als Schulkind flatterte ich sehnsüchtig um fast jedem Zeitungskiosk in unserer Kleinstadt, um die deutsche Kinderzeitschrift Frösi aus der damaligen DDR von der letzten Lieferung noch ergattern zu können. Als hätte das Deutsche, von meiner Geburt an, mich immer deutlicher eingeladen, meinen Lebensweg zu begleiten. Goethes Faust nahm ich für mich als Herausforderung an. Es war mein erstes Buch auf Deutsch, um mich der Sprache zu nähern. Mein Studium habe ich in Deutschland absolviert – und dann wurde Deutschland endgültig meine zweite Heimat.

 

Deutsch-russischer Kontext prägt und formt nach wie vor mein Leben – beruflich wie privat. Beide Seelen wohnen auch in meiner Brust. Russen bewundern die Deutschen für ihre Ordnung und Sauberkeit, ihre Effektivität und für ihre Entwicklungen in der Technologie, ihre Fähigkeit langfristig zu planen und das Vorhaben strukturiert durchzusetzen. Umgekehrt sind Deutsche fasziniert vom Zupackenden und Querdenkerischen russischer Überlebenskunst und Kaptus (auf Russisch „Smekalka“ / смекалка), der geheimnisvollen russischen Seele und deren Zugang zur „Macht der Gefühle“. Russen sind fasziniert ihrerseits von der Fähigkeit der Deutschen, Schönheit und guten Geschmack in Gestaltung des Äußeren zu leben, zu lieben und zu pflegen. Beide Kulturen sehnen sich in meinem Empfinden nach dem Komplementären im jeweils anderen. Metaphorisch gesprochen, erscheint mir das wechselseitige Sehnen wie ein Pendel, mal mit großem, mal mit kleinem Ausschlag, auf der Suche nach einer goldenen Mitte.

Auf meine berufliche Ausrichtung bezogen, sehe ich in deutsch-russischen Kooperationen viel mehr als nur das Zusammentreffen gemeinsamer Werte. Ich sehe in diesen Beziehungen das hohe Potenzial, um das neue und visionär Gemeinsame aus den Besonderheiten beider Partner zu erzeugen. Systemisches Denken, Haltung und Handeln spiegeln diese Verflochtenheit und die aus ihr erwachsenden Möglichkeiten. Dieses, aus beidem etwas Neues zu schaffen, bedeutet eine Win-Win-Situation, es gibt keine Verlierer mehr. In diesem Möglichkeitsraum gewinnen beide Partner ein Mehr im Vergleich zum Einzelnen.

Meine Aufgabe sehe ich darin, Sie als Inhaber, HR Partner oder Führungskraft eines Unternehmens, bei der Anbahnung und beim Kultivieren ihrer deutschen-russischen Handelsbeziehung zu unterstützen. Auf diesem Weg arbeiten wir mit fundierten systemischen Methoden, Werkzeugen und Schemata, damit Ihr Unternehmen für die Unwägbarkeiten aktueller Märkte und die rasante Dynamik der Entwicklungen kompetent und optimal aufgestellt ist.

Mein Curriculum Vitae